Versuchsanordnung


Rollgeräuschmessung

Die Rollgeräuschmessung nach RVS 11.06.64 (vormals RVS 11.066-IV) dient zur Messung der Schallemission eines auf der Fahrbahnoberfläche abrollenden Messrades unter standardisierten Bedingungen.

Die Schallabstrahlung wird dabei im Nahfeld der Kontaktfläche Reifen – Fahrbahn mittels zweier Mikrofonen erfasst.

Definition der Prüfparameter
LMA-Wert: maßgeblicher Rollgeräuschpegel, Kennwert für das Rollgeräusch in dB
LH-Wert: Rollgeräuschpegel hinter dem Messrad gemessen in dB
LS-Wert: Rollgeräuschpegel seitlich vom Messrad gemessen in dB
 

Wesentliche Anwendungsgebiete der Rollgeräuschmessung sind die Abnahmeprüfung neu ausgeführter Fahrbahndeckschichten, insbesondere lärmmindernder Bauweisen, in Bezug auf deren Grenzwerte, Vergleichsmessungen unterschiedlicher Deckschichten und unterschiedlichen Alters u. dgl..

Nachstehend ist ein Foto zum Rollgeräusch-Messfahrzeug der TAS abgebildet.


 


In-situ-Messung

Das in-situ-Messverfahren nach ÖNORM CEN/TS 1793-5 (auch Adrienne-Methode genannt) ist ein Verfahren zur Messung der akustischen Eigenschaften der Schallreflexion und Luftschalldämmung von Lärmschutzeinrichtungen vor Ort und beruht auf der Erfassung von Impulsantworten unter Verwendung der Korrelationsmesstechnik. Aufgrund dieser speziellen Messtechnik ist das Verfahren relativ unproblematisch hinsichtlich vorherrschender Störgeräusche anzuwenden. So sind Prüfungen unter Aufrechterhaltung des normalen Verkehrsgeschehens möglich.

Die Messungen erfolgen dabei in unmittelbarer Nähe zur Lärmschutzeinrichtung.

Definition der Prüfparameter
DLRI: Einzahl-Angabe zur Schallreflexion in dB
DLSI: Einzahl-Angabe zur Luftschalldämmung in dB

Wesentliche Anwendungsgebiete der in-situ-Messung sind die Überprüfungen vor Ort. Dadurch ist es auch möglich, einbaubedingte Fehler oder am Einbauort auftretende Alterungseffekte zu ermitteln.

Nachstehend sind einige Fotos einer in-situ-Messung abgebildet.
 


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